Artikel
Langsame Plug-ins in Altron aufspüren: die Registerkarten „Performance“ und „Internal Info“
Bilder gehen verloren, die tatsächliche Rate liegt unter dem angeforderten Wert, und Ihr Verarbeitungsgraph hat zehn oder zwölf Knoten. Welcher ist schuld? Um ein langsames Plug-in in Altron zu finden, müssen Sie weder raten noch Knoten einzeln entfernen. Zwei kleine Registerkarten im Diagnosebereich zeigen Ihnen die Antwort auf dem Bildschirm.

Der Verarbeitungsgraph in Altron ist eine Kette von Knoten. Jeder Knoten ist ein Plug-in, das Daten vom vorherigen Knoten übernimmt und an den nächsten weitergibt. Ist eines dieser Glieder langsam, wartet alles dahinter.
Unter der Liste der erkannten Kameras sehen Sie drei Anzeigen: Physical RAM, Virtual RAM und CPU. Jede zeigt die gesamte Systemauslastung und die Auslastung durch das Programm getrennt an. Liegt die CPU nahe 100 Prozent, sind verlorene Bilder keine Überraschung. Nun müssen Sie herausfinden, wer die CPU beansprucht.
Diese Registerkarte ist eine einfache Tabelle. Die Spalte Cpu zeigt den CPU-Anteil jedes Knotens, dessen Name in der Spalte Item steht. Die Tabelle wird jede Sekunde aktualisiert. Außerdem gibt es eine Zeile Ui, die den Anteil der Benutzeroberfläche selbst zeigt. Sind mehrere Kameras gleichzeitig geöffnet, erscheinen die Zeilen jeder Kette unter einer eigenen Überschrift Chain mit der Kettennummer.
So gehen wir bei der Fehlersuche vor:
- Starten Sie die Erfassung mit genau den Einstellungen, bei denen das Problem aufgetreten ist.
- Öffnen Sie die Registerkarte Performance und warten Sie einige Sekunden, bis sich die Werte stabilisiert haben.
- Suchen Sie die Zeile, deren Cpu-Wert deutlich größer ist als die übrigen.
- Nehmen Sie eine Änderung an diesem Knoten vor und sehen Sie sich die Tabelle erneut an. Immer nur eine Änderung auf einmal.
Das Problem liegt nicht immer bei der CPU. Manchmal lässt ein Knoten mit normaler CPU-Auslastung Daten liegen. Dafür ist die Registerkarte Internal Info da:
Die Regel ist einfach: Fällt die Ausgangsrate eines Knotens plötzlich unter seine Eingangsrate, gehen genau dort Daten verloren. Knoten zum Speichern von Rohdaten melden auf dieser Registerkarte außerdem ihre Schreibrate auf die Festplatte. Und wenn Sie gar kein Bild sehen, prüfen Sie zuerst, ob die Count Rate des Kamera-Ausgangsports null ist.
ImagingInterval im Modus Max rate verwirft überzählige Daten. Setzen Sie es an den Anfang der Kette, vor den Speicherzweig, hat die aufgezeichnete Datei dieselbe niedrige Rate. Wenn Sie wirklich jedes einzelne Bild benötigen, setzen Sie diesen Knoten nur in den Anzeigezweig oder vor einen rechenintensiven Knoten, der nicht jedes Bild braucht.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Lesen Sie den Cpu-Wert im eingeschwungenen Zustand ab, nicht in den ersten Sekunden nach Start. In diesem Moment läuft noch alles an, und die Werte sind irreführend.
Eine allgemeinere Erklärung zum Software-Profiling finden Sie unter Wikipedia (Englisch).
Wenn Sie die Tabelle Performance für Ihren Graphen nicht deuten können, senden Sie uns einen Screenshot davon über das Kontaktformular.