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Freitag, 9. Oktober 2026

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Langsame Plug-ins in Altron aufspüren: die Registerkarten „Performance“ und „Internal Info“

Rahni

Bilder gehen verloren, die tatsächliche Rate liegt unter dem angeforderten Wert, und Ihr Verarbeitungsgraph hat zehn oder zwölf Knoten. Welcher ist schuld? Um ein langsames Plug-in in Altron zu finden, müssen Sie weder raten noch Knoten einzeln entfernen. Zwei kleine Registerkarten im Diagnosebereich zeigen Ihnen die Antwort auf dem Bildschirm.

Die Registerkarten Diagnostics, Performance und Internal Info in Altron
Die Registerkarten Diagnostics, Performance und Internal Info in Altron

Der Verarbeitungsgraph in Altron ist eine Kette von Knoten. Jeder Knoten ist ein Plug-in, das Daten vom vorherigen Knoten übernimmt und an den nächsten weitergibt. Ist eines dieser Glieder langsam, wartet alles dahinter.

Schritt 1: die gesamte CPU-Auslastung

Unter der Liste der erkannten Kameras sehen Sie drei Anzeigen: Physical RAM, Virtual RAM und CPU. Jede zeigt die gesamte Systemauslastung und die Auslastung durch das Programm getrennt an. Liegt die CPU nahe 100 Prozent, sind verlorene Bilder keine Überraschung. Nun müssen Sie herausfinden, wer die CPU beansprucht.

Schritt 2: die Registerkarte Performance

Diese Registerkarte ist eine einfache Tabelle. Die Spalte Cpu zeigt den CPU-Anteil jedes Knotens, dessen Name in der Spalte Item steht. Die Tabelle wird jede Sekunde aktualisiert. Außerdem gibt es eine Zeile Ui, die den Anteil der Benutzeroberfläche selbst zeigt. Sind mehrere Kameras gleichzeitig geöffnet, erscheinen die Zeilen jeder Kette unter einer eigenen Überschrift Chain mit der Kettennummer.

So gehen wir bei der Fehlersuche vor:

  1. Starten Sie die Erfassung mit genau den Einstellungen, bei denen das Problem aufgetreten ist.
  2. Öffnen Sie die Registerkarte Performance und warten Sie einige Sekunden, bis sich die Werte stabilisiert haben.
  3. Suchen Sie die Zeile, deren Cpu-Wert deutlich größer ist als die übrigen.
  4. Nehmen Sie eine Änderung an diesem Knoten vor und sehen Sie sich die Tabelle erneut an. Immer nur eine Änderung auf einmal.

Schritt 3: Internal Info zeigt, wo Daten verloren gehen

Das Problem liegt nicht immer bei der CPU. Manchmal lässt ein Knoten mit normaler CPU-Auslastung Daten liegen. Dafür ist die Registerkarte Internal Info da:

  • Count Rate: Sie zeigt, wie viele Pakete pro Sekunde jeden Ein- und Ausgangsport jedes Knotens passieren.
  • Main / Extra Data Rate: Main zeigt die Hauptdatenrate in Megabyte pro Sekunde. Extra ist die Rate der zusätzlichen Bytes, die mit den Daten übertragen werden.

Die Regel ist einfach: Fällt die Ausgangsrate eines Knotens plötzlich unter seine Eingangsrate, gehen genau dort Daten verloren. Knoten zum Speichern von Rohdaten melden auf dieser Registerkarte außerdem ihre Schreibrate auf die Festplatte. Und wenn Sie gar kein Bild sehen, prüfen Sie zuerst, ob die Count Rate des Kamera-Ausgangsports null ist.

Sie haben den langsamen Knoten gefunden. Was nun?

  • Machen Sie seine Einstellungen schlanker. Achten Sie zum Beispiel beim Plug-in für die Farbkorrekturmatrix darauf, dass Use Lookup Table aktiviert ist. Das ist die Standardeinstellung, und das Ausschalten erhöht die CPU-Last. Ein weiteres Beispiel ist das Speichern demosaikierter Rohdaten: Je höher Sie Compression einstellen, desto kleiner die Datei, aber desto höher die Verarbeitungslast.
  • Setzen Sie ein ImagingInterval im Modus Max rate davor. Dieser Knoten begrenzt den Datendurchsatz und verwirft alle Daten, die oberhalb der Grenze eintreffen. In den fertigen Graphen finden Sie ihn unter dem Namen DREG. Sein üblicher Platz ist direkt vor dem rechenintensiven Knoten oder der Anzeige.
  • Prüfen Sie Read Buffer Size. Je größer der Puffer, desto seltener wird der USB-Treiber aufgerufen und desto geringer ist die CPU-Last. Falls jemand ihn verkleinert hat, setzen Sie ihn wieder auf einen größeren Wert.
  • Entfernen Sie nicht benötigte Knoten. Jeder Knoten, dessen Ergebnis Sie nicht brauchen, beansprucht einen Teil der CPU.

Ein Fehler, den wir oft sehen

ImagingInterval im Modus Max rate verwirft überzählige Daten. Setzen Sie es an den Anfang der Kette, vor den Speicherzweig, hat die aufgezeichnete Datei dieselbe niedrige Rate. Wenn Sie wirklich jedes einzelne Bild benötigen, setzen Sie diesen Knoten nur in den Anzeigezweig oder vor einen rechenintensiven Knoten, der nicht jedes Bild braucht.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Lesen Sie den Cpu-Wert im eingeschwungenen Zustand ab, nicht in den ersten Sekunden nach Start. In diesem Moment läuft noch alles an, und die Werte sind irreführend.

Eine allgemeinere Erklärung zum Software-Profiling finden Sie unter Wikipedia (Englisch).

Wenn Sie die Tabelle Performance für Ihren Graphen nicht deuten können, senden Sie uns einen Screenshot davon über das Kontaktformular.

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